
5 Gewerke für
die Kernsanierung
Sanierung muss nicht nur energetisch sein: Fußbodenerneuerung als Sanierungsmaßnahme
Die Inflation hat auch im Bereich des Hausbaus und der Modernisierung ihre Spuren hinterlassen. Es wird immer teurer, Teile der eigenen vier Wände zu modernisieren oder zu ersetzen. Oft kann es günstiger sein, eher auf eine Instandsetzung und daraufhin eine dauerhafte Instandhaltung zu setzen. Dies betrifft viele Bereiche moderner Gebäude. So wie beim Fußboden, dessen Sanierung oder Erneuerung ein markanter Baustein einer Sanierung ist. Doch wie funktioniert das und was ist dabei genau zu beachten?
Fußböden abschleifen: Das nötige Equipment
Das Abschleifen von Fußböden ist nicht immer möglich, denn der Bodenbelag selbst entscheidet über die Durchführbarkeit. Ansonsten gut erhaltene Holzdielen, Parkettböden und auch einige Steinböden eignen sich indes gut und können im Rahmen des Abschleifens aufbereitet werden. Wer die Arbeiten selbst durchführen möchte, benötigt natürlich entsprechendes Werkzeug in Form eines Schleifgeräts und einer passenden Schleifscheibe.
Der Boden selbst entscheidet mit über das beste Werkzeug. Wer sich zum ersten Mal an solch ein Projekt heranwagt und unsicher ist, sollte sich möglichst im Vorfeld beraten lassen, auch um sicherzustellen, dass nicht versehentlich zu viel Material weggenommen wird.
Wie lassen sich Fußböden abschleifen?
Schleifgerät anstellen, loslegen, sauber machen. Eigentlich ist das Abschleifen des Bodens gar kein Hexenwerk, nur sollte es ordentlich und korrekt gemacht werden. Es wäre schade, wenn der eigentlich gute Parkettboden Dellen bekommt, weil an einigen Stellen zu motiviert gearbeitet wurde. Auch die Körnung des Schleifpapiers hängt vom jeweiligen Bodenbelag und dessen Zustand ab.
Nach dem Schleifen ist die Versiegelung des Holzes wichtig. Dielen, auch Parkett, können geölt, gewachst oder lackiert werden. Vor der Versiegelung ist jeglicher Staub penibel zu entfernen.
Fußbodenerneuerung: Was ist sonst noch zu beachten?
Natürlich lässt sich auf einem behandelten Fußboden auch ein neuer Belag verlegen. Wie sinnvoll das ist, muss jeder für sich entscheiden. Sinnvoller ist die Versiegelung des Bodens, wobei mit Lack eine hochglänzende abschließende Schicht aufgetragen wird. Nachteil: Feuchtigkeit im Holz kann nicht austreten. Öle und Wachse wirken hingegen wärmer und natürlicher. Sowohl Öl als auch Wachs bringen die natürliche Maserung des Holzes hervor und verleiht gerade Dielen- und Parkettböden ihre Schönheit. Und obwohl die Holzoberfläche nicht vollständig verschlossen wird, gilt die Versiegelung als beständig und pflegeleicht.
Die Fußbodensanierung endet jedoch nicht beim Fußboden, denn auch die Fußleisten müssen betrachtet und behandelt werden. Komplizierter wird jede Sanierung, wenn die Dielen partiell nachgeben und zu vermuten ist, dass der Unterbau des Bodens morsch und nicht völlig intakt ist. Mitunter ist es jetzt notwendig, vor dem Schleifen einzelne Dielen zu entfernen und den Unterbau auszubessern.
Fazit – Fußböden fast wie neu
Dielen- und Parkettböden sind unglaublich langlebig, denn im Rahmen einer Sanierung lassen sie sich praktisch grunderneuern. Das gelingt auch in Eigenregie und ohne besonderes Fachwissen. Einzig eine marode Schüttung und Unterkonstruktion des Bodens sollte stets fachmännisch begutachtet werden, denn nun genügt das bloße Abschleifen der Oberfläche nicht aus.






